Ideen-Wettbewerb zum Thema „HEIMAT – WO SIND WIR ZU HAUSE?“

V.l.n.r. Michael Lehmann (LETTERBOX FILMPRODUKTION), Torsten Götz (LETTERBOX FILMPRODUKTION, Jury), Sven Hasselberg, Thomas Stammberger (BR, TOP: Talente e.V.), Leticia Milano, Markus Schmidt-Märkl, Polyscreen, Jury), Inna Dietz, Dr. Manfred Hattendorf (SWR, Jury), Viktor Eirich, Johannes W. Betz (Autor, Jury); Foto: LETTERBOX FILMPRODUKTION / Jule Roehr

Leticia Milano ist Gewinnerin des Ideen-Wettbewerbs zum Thema „Heimat – Wo sind wir zu Hause?“

Im Rahmen des traditionellen Branchentreffs von TOP: Talente anlässlich der Berlinale wurden die Preisträger des Ideen-Wettbewerbs bekannt gegeben. Mittelpunkt der Veranstaltung, die am 15. Februar 2016 stattfand, war eine Podiumsdiskussion zum Thema „Heimat – Lokale Geschichten in einem globalen Markt“.

Daran schloss sich die Preisverleihung zum Ideen-Wettbewerb mit dem Thema „Heimat – Wo sind wir zu Hause?“ an. Auf den ersten Platz wählte die Jury Leticia Milano mit ihrem Stoff „Welcome in Germany“, den zweiten Platz sprach sie Sven Hasselberg für den Stoff „Jetzt langt’s!“ zu. Der dritte Platz ging an Inna Dietz und Viktor Eirich für „Schrebergarten Eden“.

„Leticia Milano entspinnt eine kluge und wendungsreiche Wirtschaftskomödie mit menschlichem Tiefgang. Der Preisträgerin gelingt es, in ihrem bereits auf Exposé-Ebene vielschichtig gebauten Stoff dem allgegenwärtigen Flüchtlingsthema neue Blickwinkel abzugewinnen“ so die Jury in ihrer Begründung.

Die Gewinner wurden von der Jury aus 10 Nominierten und insgesamt 102 Teilnehmern ausgewählt. Mit der Auszeichnung ist ein Fördergeld von 2.500 € für den ersten, 1.500 € für den zweiten und 1.000 € für den dritten Platz verbunden. Die Preisgelder werden gestiftet von der LETTERBOX FILMPRODUKTION.

Der Jury unter dem Vorsitz von Thomas Stammberger (Stv. Vorsitzender TOP: Talente, Redakteur BR) gehörten Johannes Betz (Autor), Torsten Götz (Development Producer, Letterbox Filmproduktion), Dr. Manfred Hattendorf (Leitung Film und Planung, SWR) und Markus Schmidt-Märkl (Produzent, PolyScreen) an.

Öffnet externen Link in neuem FensterVollständige Pressemeldung zum Branchentreff

Öffnet externen Link in neuem FensterBildergalerie vom Branchentreff

Leitet Herunterladen der Datei einFilmbeitrag, BR Fernsehen

 

TRANSMEDIA-PREIS IM RAHMEN DES FILMFEST MÜNCHEN

Foto: Anita Gschwind

Ideenwettbewerb im Geiste des Journalisten Fritz Michael Gerlich (1883 -1934)

Im Rahmen der feierlichen Verleihung des Öffnet externen Link in neuem FensterFritz-Gerlich-Filmpreises 2015 mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche wurden am Abend des 1. Juni 2015 auch die Preisträger des TRANSMEDIA-Ideenwettbewerbes zum Thema „INKLUSION“ ausgezeichnet.

TOP: Talente hatte den Wettbewerb gemeinsam mit Tellux Next ausgeschrieben. Aus 34 Einreichungen wählte die Fachjury drei Konzepte, deren Umsetzung des Themas „INKLUSION“ und die Nutzung transmedialer Plattformen sie für preiswürdig erachtet.

Der Transmedia-Preis ist insgesamt mit einer Fördersumme von 3.000 € dotiert.

Die Preisträger sind:

1. Platz: Dietrich Duppel für „KIESELS WELT“, Preisgeld 1.500 €

2. Platz: Frank Raki für „VIER AFFEN“, Preisgeld 1.000 €

3. Platz: Ulrich Fasshauer und Kaya Tina Büttner für „INCLUSIO PRO REO“, Preisgeld: 500 €

Mitglieder der Jury 2015 waren: Dr. Michaela Haberlander, FFF FilmFernsehfonds Bayern, Sebastian Büttner, U5 Filmproduktion, Bernhard Remmers, ifp Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V., Robin Nachtrab-Ribback, VerbaVoice, Philipp Schall, Tellux Next GmbH, Barbara Schardt (Jury-Vorsitz), Vorstandsmitglied TOP: Talente, und Thomas Sessner, Bayerischer Rundfunk. 

Leitet Herunterladen der Datei einJurybegründungen

Das Preisgeld wurde gestiftet von der Tellux Next GmbH.

Der Verband der Diözesen Deutschlands unterstützte die Durchführung des Wettbewerbs durch einen Zuschuss aus dem Treuhandfonds Medien.

 

Bilder: Tellux Next GmbH/David Friedmann

Bilder: Anita Gschwind


Preise für „Antihelden“ vergeben

Beim Branchentreff von TOP: Talente und BAVARIA Film während der Berlinale wurden am 9. Februar auch die Preise für den gemeinsamen Ideen-Wettbewerb zum Thema „Antihelden“ vergeben. Der 1. Preis mit einer Fördersumme von 2.500 € ging an Axel Melzener und Alexander Frank für „Mainhattan“, den 2. Preis (1.500 €) erhielten Katharina Bischof und Johanna Thalmann für „Die Zerlegerin“, und der 3. Preis (1.000 €) ging an Christian Krüger und Manuel Scheidegger für „TXL – Black Box Berlin“.

An dem Ideenwettbewerb haben 251 Autorinnen und Autoren teilgenommen und 197 Manuskripte eingereicht. Lektorat und Jury wählten davon zehn Manuskripte aus, deren Verfasser als Nominierte nach Berlin zu einem Kolloquium eingeladen waren. Die Mitglieder der Jury waren Marcus Ammon (Senior Vice President Film, Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG), Carolin Haasis (Redakteurin, ARD Degeto Film), Dr. Almuth Hammer (Jury-Vorsitzende; Bavaria Fernsehproduktion, München; Vorstandsmitglied TOP: Talente e.V.), Barbara Schardt (Produzentin und Medienberaterin, München) und Marc O. Seng (Autor, Berlin). Die Preisverleihung erfolgte im Anschluss an den Branchentreff in der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund mit dem Thema „Showrunner und Antihelden – Was braucht die deutsche Serie zum Internationalen Erfolg?“

Preisträger, Jury und Geschäftsführer von Bavaria Film und TOP: Talente: v.l.n.r. Dr. Christian Franckenstein, Marc O. Seng, Dr. Almuth Hammer, Marcus Ammon, Christian Krüger, Katharina Bischof, Axel Melzener, Johanna Thalmann, Barbara Schardt, Alexander Frank, Manuel Scheidegger, Dr. Anton Magnus Dorn; nicht im Bild: Carolin Haasis; Bild: Bavaria Film/Marc Haug

3. Preis für Manuel Scheidegger und Christian Krüger; Bild: Bavaria Film/Marc Haug

2. Preis für Johanna Thalmann und Katharina Bischof; Bild: Bavaria Film/Marc Haug

1. Preis für Axel Melzener und Alexander Frank; Bild: Bavaria Film/Marc Haug

Preisträger v.l.n.r.: Christian Krüger, Katharina Bischof, Johanna Thalmann, Axel Melzener, Alexander Frank, Manuel Scheidegger; Bild: Bavaria Film/Marc Haug

Dr. Anton Magnus Dorn, Dr. Almuth Hammer, Marc O. Seng, Barbara Schardt, Marcus Ammon; Bild: Bavaria Film/Marc Haug

Begründung der Jury

Der 1. Platz geht an Axel Melzener und Alexander Frank für

„Mainhattan“

Den Erzählanlass der Serie bildet das Bild eines von einem Hochhaus in Frankfurt am Main herabspingenden Bankers, eine Szene, die sich zu Beginn jeder Folge aus einem neuen Blickwinkel betrachtet wiederholt. Um die Abwesenheit dieser Figur des Bankers herum entwickelt sich die Milieustudie in der Welt der Banken, der Städteplaner, der Drogenkuriere und –konsumenten und der Eskort-Girls, die uns fremd und doch nahbar erscheint. Jede Figur ist hier ein Antiheld, die Brüche im Lebenslauf und die Brüchigkeit der Existenz ist Programm. Sehr gut gefallen hat uns die Vielschichtigkeit und Komplexität der Figuren, die Heutigkeit der Themen, die miteinander verwoben werden, und wie die große Welt hier in Einzelschicksalen erzählt wird. Auch diese Geschichte ist eine sehr deutsche Geschichte, die mit der Bankenkrise ein europäisches Thema in den Blick nimmt – und damit überdies in einer Metropole – Frankfurt am Main – spielt, die bislang im deutschen Fernsehen unterrepräsentiert ist und auch insofern einiges zu bieten hat.

Der 2. Platz geht an Katharina Bischof und Johanna Thalmann für

„Die Zerlegerin“

„Die Zerlegerin“ erzählt eine klassische Rachegeschichte in einem bislang nicht gesehenen Milieu und im ebensowenig gezeigten Niemandsland der deutsch-tschechischen Grenze, einem Un-Ort, wo man „nicht tot überm Zaun hängen möchte“. Sehr existentialistisch und hart wird hier erzählt, radikal, blutig und düster, zugleich visuell spannend, auch weil zu sehen ist, wie sehr der eiserne Vorhang immer noch prägt. Wir haben es mit echten Antihelden zu tun, und bemerkenswerterweise ist hier die Protagonistin eine Frau, die ihren Rachefeldzug startet und sukzessive selbst durch ihre erlangte Macht verführt wird. Mit den Settings der Großschlachterei, der Bordelle und des Drogenhandels nimmt „Die Zerlegerin“ das Thema Ausbeutung gleich mehrfach in den Blick. So ist die Serie sehr „deutsch“ bzw. „europäisch“, ohne dass sie explizit so daher kommt.

Der 3. Platz geht an Christian Krüger und Manuel Scheidegger für

„TXL – Black Box Berlin“.

Der einzig wahre Berliner Flughafen, der wohl niemals schließen wird, gibt der hier konzipierten Serie ihren Namen. Ihre vier Hauptfiguren sind allesamt „Antihelden des Alltags“ – Menschen wie Du und ich, ganz normale kleine Leute, die gerne ein bisschen mehr vom Kuchen abbekommen wollen und dafür Grenzen überschreiten – moralische allemal, gesetzliche auch. Damit stellt TXL eine ethische Frage, nämlich die, wie weit man verführbar ist und sich verführen lässt, um das kleine (oder größere) Glück zu erlangen. Und die Hauptstadt spielt als fünfter Antiheld mit – auch, indem „im Tempo dieser Stadt“ erzählt werden soll.

Die Figuren sind anschaulich und vorstellbar geschrieben, rutschen nicht ins Klischee ab und versprechen, uns als Zuschauern nahe zu sein und nahe zu gehen.

 

Aus dem Vortrag von Dr. Tanja Weber: Leitet Herunterladen der Datei ein5 Regeln des seriellen Adaptierens

 

Verleihung des Fritz-Gerlich Filmpreises 2014 und des Transmedia-Preises zum Thema "Zivilcourage"

Im Bild v.l.n.r. Erik Poppe (Träger des Fritz-Gerlich-Filmpreises 2014), Lisa Freudenberg (3. Preis), Karsten Günther (1. Preis), Klaus Schlaug, Katharina Sichla, Cathrin Schreiber (3er-Team, 2. Preis), Martin Choroba (GF der Tellux GmbH), Ilse Aigner (Bayer. Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie), Imogen Nabel (Vorsitzende von TOP: Talente e.V.); Foto: Karl Grüner


Im Folgenden die Laudatio von Imogen Nabel:

Liebe Gäste im Saal,

TOP: Talente hat seinen Vereinssitz seit Gründung 2002 in München. Es hat dennoch zwölf Jahre gedauert, bis wir zum ersten Mal mit einer Veranstaltung beim Filmfest vertreten sind. Deswegen erlauben Sie mir, dass ich Ihnen kurz vorstelle, wer TOP: Talente ist und warum wir uns in diesem Jahr mit einem Ideen-Wettbewerb zum Thema „Zivilcourage“ an der Filmpreis-Verleihung zu Ehren von Fritz Gerlich beteiligen.

TOP: Talente ist eine Akademie für Film- und Fernsehdramaturgie, 2002 gegründet, um die Arbeit der Katholischen Medienakademie – kma – fortzuführen, die seit 1991 im Studio Ludwigshafen Drehbuchautoren und Producer aus- und fortgebildet hat.

Die Namensgebung unseres gemeinnützigen Vereins bezieht sich bewusst auf das Gleichnis von den Talenten im Neuen Testament. Die Orientierung am christlichen Menschenbild ist die medienethische Maxime bei unserer Arbeit. Diese umfasst u.a. die Durchführung einer jährlichen Autorenwerkstatt, Fortbildungsveranstaltungen für Autoren, regelmäßige Branchentreffs in München, Köln, Berlin, Leipzig und Hamburg. Und 2015 werden wir bereits das 10. Symposion in Rom durchführen, bei dem sich Drehbuchautoren, Produzenten, Redakteure, Regisseure, kurz: kreative Filmschaffende treffen, um außerhalb des Alltagsgeschäfts über Themen wie Vergeltung im Film, Würde im Film, Gemeinschaft im Film zu diskutieren.

Das Drehbuch ist die Grundlage für jeden Film und steht bei uns auch im Zentrum. Um hier Ideen zu anzuregen, veranstalten wir seit Jahren Wettbewerbe zu aktuellen Themen. Die Preisverleihung findet jeweils im großen Rahmen während der Berlinale statt.

Für München wollten wir einen Schritt weitergehen. „Transmedia“ ist das aktuelle Thema der Medienlandschaft, München kann vielleicht als eine der Hochburgen gesehen werden. Und so lag es nahe, hier aktiv zu werden, denn diese Thematik beschäftigt uns natürlich auch sehr.

Die Tellux Filmbeteiligungsgesellschaft gehört zu unseren Gründungsmitgliedern. Wir danken Martin Choroba ganz herzlich, dass er spontan auf unseren Vorschlag eingegangen ist und das Preisgeld für den Transmedia-Ideen-Wettbewerb zum Thema „Zivilcourage im Geiste Fritz Gerlichs“ besorgte.

Es haben sich 37 Autorinnen und Autoren mit 30 Einreichungen beteiligt. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Ebenso bedanken möchte ich mich bei unserem Geschäftsführer Dr. Dorn und bei Frau Gschwind, die die Organisation des Wettbewerbs geleistet haben. Mein besonderer Dank gilt den Jurymitgliedern (Annekathrin Wetzel, Michaela Haberlander, Egbert Van Wyngaarden, Günther Klein, Jörg Ihle, Markus Kaiser, Philipp Schall). Sie alle sind ausgewiesene Experten, was das Transmediale angeht. Was genau das ist? Noch ein weites Feld, wie uns die Einreichungen zeigten. Und ein spannendes, das Kreativität viele Möglichkeiten bietet.

Damit möchte ich zu den Wichtigsten des heutigen Abends kommen, unseren Preisträgern.

Den dritten Preis, dotiert mit 500 € erhält Lisa Freudenberg für ihre Idee „Netzwerk der Mutigen“. Im Zentrum steht die filmische Aufbereitung eines authentischen Falles mit zwei möglichen Enden. Der Perspektivwechsel führt eindrücklich vor Augen, wie Zivilcourage je nach individueller Ausprägung wirken kann. Vom Online-Casting bis zur Netzwerk-App wird die Idee zu einem „Netzwerk“ im Internet ausgebaut. Eine inhaltlich sehr gute Idee mit nachhaltigen Ausbaumöglichkeiten im Internet.

Die Plätze 1 und 2 zu vergeben, war besonders schwer: Zwei überzeugende Konzepte lagen vor: das eine besticht durch Ausgereiftheit der Umsetzung, das andere durch Kreativität, Wildheit und klare Orientierung an einer jugendlichen Zielgruppe.

Der zweite Preis, dotiert mit 1000 €, geht an Cathrin Schreiber, Katharina Sichla und Klaus Schlaug für ihre Idee „Themenwoche Zivilcourage 2014“. Eigentlich ist es schon mehr als eine Idee – es ist ein Konzept, das – die Finanzierung vorausgesetzt – im Grunde sofort umgesetzt werden könnte. In unterschiedlichen journalistischen Darstellungsformen werden „Gesichter der Zivilcourage“ vorgestellt. Vom journalistischen TV-Beitrag über Talkshow, Hörfunk- und Zeitungsbeiträge, Online-Dossier bis hin zur Einbindung sozialer Netzwerke ist alles durchdacht. Eine gute Idee, guter Inhalt in adäquaten Sendegefäßen, die alle benannt sind. Einfach aber wirkungsvoll: das immer kurz, aber sehr häufige Auftreten. 

Gewinner des Wettbewerbs ist Karsten Günther mit seiner Idee „Reaching Out“. In seinem Konzept greifen Film-Video mit geplanter Auswertung im Kino und im Netz und klar strukturierte APP ineinander über. Die APP beinhaltet Game, Community und die Verabredung zum „proud to show“ Event: Im richtigen Leben verabreden sich die User, um deutschlandweit gemeinsam Gutes zu tun. Dies alles ist frisch, wild und auf jugendliche User und ihre Mediennutzung abgestimmt. Ein sehr guter, persönlich geprägter thematischer Zugang, reflektiert, auch in Hinsicht auf die Crossmedialität. Karsten Günther erhält ein Preisgeld von 1500 €.

 

Rebekka Wulff gewinnt Ideen-Wettbewerb zum Thema "Rufmord"

Von links nach rechts: Yvonne Görlach, Katharina Rietz, Rebekka Wulff, Bernhard Natschläger, Golli Marboe, Josef Jöchl, Pit Rampelt, Anton Magnus Dorn; Foto: Henning Schacht

Bei unserem 6. großen Branchentreff auf der Berlinale zum Thema „Vom Autor zum Regisseur – Renaissance des Autorenfilms?“ wurden auch die Preisträger des Ideen-Wettbewerbs geehrt. Die Veranstaltung fand am Montag, 10. Februar in der Ständigen Vertretung des Freistaats Bayern beim Bund statt.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs, der von TOP: Talente e.V. in Kooperation mit makido film GmbH (Weimar/Wien) im Herbst letzten Jahres ausgeschrieben wurde, stand die Entwicklung einer Idee für einen 90-minütigen Spielfilm zum Thema „Rufmord“.

Aus über 54 Einsendungen wurden von den Jurymitgliedern Golli Marboe - makido film, Pit Rampelt - ZDF, Gabriele Röthemeyer - em. Geschäftsführerin der Filmförderung Baden-Württemberg, Bernhard Natschläger - ORF und Katharina Rietz - Bastei Media zehn Kandidaten nominiert.

Den ersten Preis, dotiert mit 2.500 € erhielt die Stoffidee „Spät, aber nicht zu spät“ von Rebekka Wulff. Der Autorin gelang es, eine außergewöhnliche und konfliktreiche Idee zu entwerfen, deren Potential für einen spannenden Spielfilm im Kontext des Themas Rufmord herausstach. „Wulff verankert ihren Stoff in einer zarten und alltagsnahen Liebesgeschichte zwischen zwei Bewohnern eines Altenheims. Es gelingt ihr, aus dieser Konstellation heraus geschickt eine Brücke zu überaus gesellschaftsrelevanten Themen zu schlagen. Und das in einer Tonalität, die Komik und Tragik organisch verbindet und trotz Skurrilität und Eigenwilligkeit nie die Würde ihrer Protagonisten aus dem Blick verliert.“ (Laudatorin Katharina Rietz).

Den zweiten Preis in Höhe von 1.500 € erhielt Josef Jöchl für seine Idee „Sie können nicht lügen“. Jöchl erzählt die Geschichte einer Frau, die um ihren Arbeitsplatz und Gerechtigkeit kämpft und in ihrem beruflichen Ehrgeiz auf private Widerstände stößt. Laudator Bernhard Natschläger hob insbesondere „den sorgfältigen und differenzierten Umgang des Autors mit seinen Figuren, die sich durch eine vor allem klare schlüssige Motivation auszeichnen“ hervor, „wodurch die Geschichte emotional stark und nachvollziehbar erzählt wird.“

Yvonne Görlach erhielt für ihren Stoff „Der Tag der bösen Schildkröte“ den mit 500 € dotierten dritten Preis. Einfühlsam und phantasievoll erzählt Görlach den Konflikt eines 13-jährigen Mädchens, das aufgrund einer unerwiderten Liebe moralische Grenzen überschreitet. Die Autorin „taucht emphatisch ein in das Seelenleben ihrer Hauptfiguren, schildert deren Befindlichkeiten genau und in knappen, klaren Sätzen mit einer hohen literarischen Qualität.“, so Laudator Pit Rampelt.

Die weiteren Nominierten waren: Nicolette Bohn „Martins Sohn“, Patricia Otuka-Karner „Kein Kavaliersdelikt“, Richard Rüb „Das Rosen-Dorf“, Benedikt Steinschulte „Rufmord“, Ulla Ziemann „Schlammschlacht“, Anton Zuber „Heile Welt“ und Heiko Zupke „Eine Woche im August“.

Leitet Herunterladen der Datei einBericht im Blickpunkt:Film

Ideen-Wettbewerb 2012 - "Junge Helden brauchen wir!"

Beim 5. Branchentreff des Vereins TOP: Talente e.V. auf der Berlinale wurden am Montag, 11. Februar in der Ständigen Vertretung des Freistaats Bayern beim Bund die Preisträger des diesjährigen Ideenwettbewerbs "Junge Helden brauchen wir!" geehrt.

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