Symposium in Rom 2016

Thema: „Familie im Film“

10. - 12. März 2016

Keine andere Institution darf wohl als so archaisch gelten wie die Familie. Schon die Bibel verpflichtet mit dem 4. Gebot „Du sollst Vater und Mutter ehren“ die Nachkommen auf die Fürsorge für die Eltern und schafft so einen frühen Generationenvertrag, der im Lauf der Jahrhunderte sehr verschieden interpretiert worden ist, dessen Pflichtcharakter aber bis heute unser Bild von Familie prägt. Als „Keimzelle der Gesellschaft“ wird sie gerne bezeichnet und als besonders schützenswerter Raum begriffen, in dem Zusammenhalt und Verantwortung fürei­nander sich offenbar von selbst verstehen und nicht, wie in anderen Beziehungsgefügen, erst eingeübt, ja, eingefordert werden müssen und dennoch wieder aufgekündigt werden können. „Blut ist dicker als Wasser“, fasst ein Sprichwort den unhintergehbaren Vorrang familiärer Bindungen zusammen.

Heutzutage werden verschiedene Formen von Familie gelebt. Sie alle werden noch immer gemessen an einem tradierten Idealbild davon, wie eine „intakte“ Familie auszusehen hat. Woher aber stammen diese Vorstellungen, auf die sich nicht zu­letzt die Politik gerne bezieht, und warum sind wir gerade bei diesem Thema so besonders sensibel? Die Frage nach Zuge­hörigkeit und nach den eigenen Wurzeln, das „Wo komme ich her, wo gehöre ich hin?“, hat auch in unserer modernen Gesellschaft nicht an Bedeutung verloren. Die Antworten allerdings fallen verschieden aus – und müssen es auch, wenn wir selbstbestimmt und verantwortungs­bewusst mit uns und miteinander leben wollen.

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