Drehbuch-Autoren-Wettbewerb der Stiftung Wert(e)voller Film in Kooperation mit TOP: Talente e.V. – Akademie für Film- und Fernsehdramaturgie
Die DEFA-Stiftung in Berlin sucht in Kooperation mit der TOP:Talente – Akademie für Film- und Fernsehdramaturgie eine Filmidee zum Thema „Zwischen Kult und Vergessen – der deutsche Repertoirefilm“.
Wenn Sie Ideen zu einem Spiel-, Dokumentar- oder Kurzfilm haben, der die Bedeutung des Repertoirefilms für die deutsche Filmlandschaft zeigt, sind Sie zur Teilnahme an diesem Ideenwettbewerb, bei dem die besten eingereichten Exposés prämiert werden, eingeladen.
Sie haben freie Wahl in der Gestaltung der Thematik, der Schwerpunktsetzung und bei den Adressaten.
Die Jury besteht aus Autoren, Redakteuren und Produzenten.
Die Autorinnen und Autoren der acht bestbewerteten Exposés werden zu einem Kolloquium nach Berlin während der Berlinale 2012 mit Vorträgen zur Dramaturgie sowie der Besprechung und Diskussion ihrer Exposés eingeladen.
Im Anschluss werden die zwei Gewinner mit Geldpreisen ausgezeichnet.
Der erste Platz wird mit einer Fördersumme von 2.500 Euro prämiert. Der zweite Platz ist mit 1.500 Euro dotiert.
Die acht eingeladenen Autorinnen und Autoren erhalten ihre Reisekosten nach Berlin erstattet. Das Kolloquium, Übernachtung und Verpflegung sind kostenfrei. Sollte Ihre Filmidee besonders kreativ mit der Bedeutung des Repertoirefilms umgehen, wird die DEFA-Stiftung über das Preisgeld hinaus mit weiteren Partnern prüfen, ob eine zusätz-liche Unterstützung bis hin zur eventuellen Realisierung des Filmprojekts möglich ist.
Einsendeschluss ist der 1. Dezember 2011.
Weitere Informationen und die näheren Bedingungen übermitteln wir Ihnen gerne auf Anfrage: mail@toptalente.org
1. Preis für „Das verlorene Paradies“
Anlässlich der Berlinale wurde am 14. Februar 2011 die Preisverleihung zum
Drehbuchautorenwettbewerb der Stiftung „Wert(e)voller Film“ vorgenommen. Der
Hauptpreis in Höhe von 3.000 Euro ging an das Drehbuch „Das verlorene Paradies“
von Jacqueline Tillmann aus Hamburg. In der Bewältigung des Verlustes ihrer Kinder
helfen sich zwei Überlebende einer Naturkatastrophe gegenseitig in ein neues Leben.
Der Aspekt der Notfallseelsorge wird in allen seinen Facetten ausgebreitet. Die
Unaufdringlichkeit, mit der gezeigt und niemals erklärt wird, hat die Jury überzeugt.

Jury und Preisträger von links nach rechts: Dr. Anton Magnus Dorn (Ehrenvorsitzender TOP: Talente e.V., Kempten(Allgäu) -
Günter Lehner (Jurymitglied, Pressesprecher der Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge, Kassel) - Brigitte Schröedter (Autorin, Mitglied der Jury, Berlin) - Sue Schwerin von Krosigk (Autorin, Jurymitglied, Berlin) - Jasmin Jankov (2. Preisträgerin, Darmstadt) - Dieter Beck (Stv. Vorstand Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge, Kassel) - Jacqueline Tillmann (1. Preisträgerin, Hamburg) - Bettina Klimaschewski (3. Preisträgerin, Aldrans/Österreich) - Benedikt Röskau (Autor, Sprecher der Jury, München.
Der mit 2.000 Euro dotierte 2. Preis wurde an das Drehbuch mit dem Titel „Karla“ von
Jasmin Jankov aus Darmstadt vergeben. Die historische Geschichte eines
Missbrauchfalles thematisiert die damals fehlende Betreuung traumatisierter Menschen
und zeigt eindringlich die Bedeutung der seitdem entwickelten Notfallseelsorge auf.
„Karla“ ist die wahre Geschichte um einen Gerichtsprozess zu Beginn der 1960er Jahre,
der Weichen gestellt hat im Umgang mit Opfern von Kindesmissbrauch.
Den 3. Platz (Preisgeld 1.000 Euro) belegte das Werk „Der Glockenturm“ von Bettina
Klimaschewski aus Aldrans in Österreich. Es ist das Psychogramm einer Schulklasse
von Jugendlichen, das in einem dichten Kammerspiel entfaltet wird. Durch seine
Empathie im Zuhören und Nachfragen verhindert ein Franziskanerbruder die Eskalation
einer dramatischen Situation.
Der von der Akademie Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge finanzierte Wettbewerb hatte
zum Ziel, das Thema „Not und Hilfe/Notfallseelsorge“ in Exposés für einen 90-
minütigen Fernsehfilm umzusetzen, der sich in seinen Charakteren, Geschichten und
Ereignissen mit diesem Metier beschäftigt.
Die Autoren der zehn bestbewerteten Exposés waren zur Preisverleihung und zu einem
vorgeschalteten Kolloquium mit hochkarätigen Referenten (u.a. der Geschäftsführerin
des Verbandes deutscher Drehbuchautoren) nach Berlin eingeladen. Insgesamt konnte
die Jury aus mehr als 80 eingegangenen Exposés auswählen.
Die Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen ist Gründungsstifter der Stiftung
„Wert(e)voller Film“ und hat diesen Drehbuchautorenwettbewerb ermöglicht, um die
vielfältige Arbeit der Notfallseelsorge in Deutschland über das Medium Fernsehfilm der
Öffentlichkeit bekannter zu machen.
Die Akademie Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge unterstützt seit ihren Anfängen die
Arbeit der Notfallseelsorge mit koordinierenden Aktivitäten und dem jährlichen
Bundeskongress Notfallseelsorge.

Teilnehmer am Branchentreff anlässlich der Berlinale, in dessen Rahmen die Preisverleihung stattfand. Von links nach rechts: Uli Aselmann ( Produzent, die film gmbh; stv. Vorstandsvorsitzender Allianz Deutscher Produzenten – Film und Fernsehen; München) - Prof. Dr. Fred Breinersdorfer (Drehbuchautor, Produzent, Rechtsanwalt Berlin) - Roland Zag (Autor und Dramaturg; München) - Matthias Pacht ( Drehbuchautor; Berlin) - Marc Terjung (Drehbuchautor; Berlin). Im Vordergrund: Birthe Klinge (Referentin der FFA – Filmförderungsanstalt, Berlin) - Ruth Toma (Drehbuchautorin; Hamburg)
TOP:Talente e.V.
- Förderverein für Autoren und Producer -
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